Rapé

Rapé

 (gspr. ha-pey) findet Verwendung als heilige schamanische Medizin im Amazonasbecken. Viele indigene Völker arbeiten mit Rapé in der Tradition des „Vegetalismo“, der Heilkunde mittels Pflanzengeister.

Es handelt sich um ein feinst gemahlenes Puver aus verschiedensten Pflanzen das durch die Nase mit einem Rohr, genannt Tepi, meist aus Bambus oder Tierknochen gefertigt, appliziert wird. Für die Selbstapplikation gibt es sog. Kuripes. Sie haben eine V-Form um den Mund mit der Nase zu verbinden.

 

Der arbeitsintensive und oft mehrwöchige Herstellungsprozess findet in einem heiligem und zeremoniellen Rahmen statt. Es existieren hunderte verschiedenste Rezepturen. Jede Mischung unterscheidet sich in ihrer Wirkung.

Der Hauptbestandteil ist zumeist Tabak (nicotina rustica- er gilt als besonders kräftiger Schutzgeist) neben vielen anderen Heilpflanzen bzw. deren Blätter, Samen, Rinden, Wurzeln und deren Asche.

 

Traditionelle Anwendung findet Rapé zur Reinigung auf der physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Ebene, wie auch zur Heilung spezifischer Krankheitsbilder. Rapé dient im Besonderen als Übertragungsmittel von Intentionen der Person mit der man diese Erfahrung teilt. 

Rapé

Beim verabreichen von Rapé sind Geber und Empfänger durch Mund, Nase, Atem eng miteinander verbunden und wenn beide sich den Spirits und Intentionen des anderen öffnen ermöglicht das einen Heilungsprozess.

 

Unterstützend wird Rapé auch bei der Meditation angewandt. Es gibt Hinweise das Rapé möglicherweise eine entkalkende Wirkung auf die Zirbeldrüse hat, er befreit von negativen Gedankenmustern und verbindet uns stärker mit der Erde.


Während einer Kambo Behandlung kann Rapé zum Einsatz kommen um Blockaden zu durchbrechen.

 

Es empfiehlt sich Rapé immer in einem respektvollen Zustand der Achtsamkeit und in einem geeigneten Setting zu verwenden.