Die Gewinnung von Kambo

Ich arbeite ausschließlich mit ethisch korrekt geerntetem Kambo vom indigenen Stamm der Matsés.

Die Matsés leben am Javari Fluss entlang der bolivianisch-peruanischen Grenze. Sie ernten Kambo mit Respekt und größter Vorsicht. Die Matses sehen den Riesenmakifrosch seit Jahrtausenden als Lehrer und Heiler.

In ihrem Glauben würde es die Naturgeister, die sie als Verbündete sehen, erzürnen wenn dem Frosch Schaden zugefügt werden würde.

Javari Fluss Matses Grenze Peru/Brasilien

Kambo wird meist bei Sonnenuntergang „geerntet“ wenn sich die Frösche über den  Igarapes (Wasserläufen) versammeln. Die Matsés lokalisieren die Frösche aufgrund ihres markanten Rufes. Sie lassen sich ganz leicht von den Bäumen nehmen, da sie aufgrund fehlender Fressfeinde keine Angst oder Fluchtverhalten zeigen. 

Matses Kambo Ernte

Sie werden mit Pflanzenfaserschnüren an den Extremitäten in einer X-Form, an vier im Boden verankerten Holzstöcken angebunden. Mit einem Holzspatel wird ein Teil des Sekretes vorsichtig abgeschabt und auf ein kleines Brettchen aufgebracht wo es dann getrocknet wird.

 

Die Matsés achten darauf dass ausreichend Sekret auf dem Frosch verbleibt, sodass er weiterhin vor potentiellen Fressfeinden geschützt ist. Danach wird er völlig unbeschadet freigelassen.

 

Die Schnüre hinterlassen für einen Zeitraum von mehreren Monaten eine weisse „Markierung“ an den Froschbeinen. Sollte in diesem Zeitraum ein Frosch nochmals aufgelesen werden, wird er nicht nochmals „gemolken“. So ist gewährleistet das der Frosch immer ausreichend geschützt bleibt.